Gesellschaftsfragen

Das Verschwinden der Lehrer – ein Stück in vier Akten

von Christine Staehelin*

(5. Juni 2026) Lehrer verkörpern die Sache. Sie stehen für die Inhalte ein. Es ist ihre Aufgabe, Kultur und Tradition weiterzugeben, damit Neues entstehen kann. Dies erfordert neben dem Wissen vor allem pädagogische sowie methodisch-didaktische Fähigkeiten. Lehrer können grosse Vorbilder sein oder das Gegenteil. Sie können ermutigen oder entmutigen, ernst genommen oder lächerlich gemacht werden. Als Gegenüber im pädagogischen Kontext spielen sie immer eine Rolle, doch diese ist in den letzten Jahrzehnten zunehmend von der Bühne gedrängt worden. Wir bringen den Beitrag von Christine Staehelin, den sie an der Medienkonferenz der Gruppe Bildungswende gehalten hat.

Frieden ist unser Auftrag!

von Dr. Stefan Nold,* Deutschland

(29. Mai 2026) (CH-S) Stefan Nold ist in Deutschland eine der deutlichen Stimmen, die vor dem angekündigten Krieg warnen. Er weiss, wovon er spricht. Was ist los mit den Kirchen? Knicken sie wieder ein, wie vor dem Ersten und vor dem Zweiten Weltkrieg? Lassen sie sich zum wiederholten Mal von der Macht korrumpieren? Auf sehr persönliche Weise beschreibt Nold die Situation in einem tief gespaltenen Deutschland.

«Wendepunkt Bildung – Mut zur Kurskorrektur»

Zurück zum Kernauftrag der Schule

von Philipp Loretz*

(22. Mai 2026) (CH-S) Die Spatzen pfeifen es von den Dächern: Die Schulen in den deutschsprachigen Ländern befinden sich im Sinkkurs, der in einen Sturzflug überzugehen droht. Warnungen aus der Praxis werden in der selbstreferenziellen Bildungsbürokratie bisher nicht wahrgenommen. Das wird sich bald ändern.

Eine überkantonale Gruppe von Lehrpersonen, Schulleitungen, Fachleuten aus Erziehungswissenschaft, Kinder- und Jugendpsychologie sowie Politik hat am 27. April 2026 ein ManifestA vorgestellt und zur Medienkonferenz «Wendepunkt Bildung – Mut zur Kurskorrektur» eingeladen.B

Im Folgenden finden Sie dazu das Statement von Philipp Loretz, Präsident des «Lehrerinnen- und Lehrerverbandes Baselland» (LVB). Als Praktiker stellt er sieben Thesen für eine Kurskorrektur vor.

Kommentar

«Epstein-Länder» und «Mullah-Staat»

Warum uns die Welt als «Epstein-Länder» bezeichnet

von Robert Seidel*

(8. Mai 2026) Muss man es als blanke Propaganda werten, wenn der «Wertewesten» in anderen Weltgegenden als «Epstein-Länder» verschrien wird? – Natürlich ist es Propaganda. – Genauso, wie es Propaganda ist, wenn man den Iran als «Mullah-Staat» bezeichnet. Während im Iran tatsächlich eine Art Theokratie herrscht, fällt es dem informierten Leser schwer mit dem Begriff «Epstein-Länder» etwas anzufangen. Wieso «Epstein-Länder»? Was haben wir mit Epstein zu tun? In den Staaten des mittleren Ostens und des Südens sieht man das offenbar anders.

Sanktionen töten leise – und verfehlen ihr Ziel

Zur Glaubwürdigkeit der Neutralität

von Prof. em. Dr. Wolf Linder,* Bern

(8. Mai 2026) Wirtschaftssanktionen gehören zu den umstrittensten Punkten der «Neutralitätsinitiative» [Eidgenössische Volksinitiative «Wahrung der schweizerischen Neutralität»]. Noch und noch kursiert die falsche Behauptung, die Initiative verbiete jegliche Sanktionen und beraube die schweizerische Aussenpolitik eines wichtigen aussenpolitischen Instruments.

Schweiz – Kambodscha

Meilensteine der Kantha Bopha-Spitäler – gestern und heute

von «Stiftung Kinderspital Kantha Bopha»*

(24. April 2026) Die Geschichte der Kantha-Bopha-Spitäler ist ein beeindruckendes Kapitel humanitärer Hilfe. 1992 bauten die Schweizer Kinderärzte Beat Richner (1947–2018) mit seinem Kollegen Peter Studer (1947–2020) auf Wunsch des Königs das Spital in Phnom Penh wieder auf, das nach dem Krieg in Schutt und Asche lag. 1999 öffnete im Norden des Landes das Jayavarman VII-Spital seine Türen. Heute versorgen wir an beiden Standorten mit fünf Krankenhäusern und einer Geburtsklinik täglich rund 3000 Kinder und haben über 2700 Arbeitsplätze für Einheimische geschaffen.