Gesellschaftsfragen

«Das Leben geht auch dort weiter, wo es zerbrochen scheint»

von Dr. med. Sabine Vuilleumier-Koch*

(13. März 2026) Hunderte von Menschen hatten den Wunsch, vom Arzt und Gründer der Schweizer Paraplegiker-Stiftung1 Abschied zu nehmen. Guido A. Zäch hatte diese Stiftung 1975 gegründet, 1978 die Gönner-Vereinigung mit heute 2 Millionen Mitgliedern. 1980 gründete er die Schweizer Paraplegiker-Vereinigung als Verband der Querschnittgelähmten und eröffnete 1990 das «Schweizer Paraplegiker-Zentrum» (SPZ) sowie 2005 das Guido A. Zäch-Institut. – Er verstarb 90-jährig am 16. Februar 2026. Landesweit waren alle Interessierten am 28. Februar eingeladen und konnten die Dankesfeier in verschiedenen Gebäuden des SPZ miterleben.

Wem nutzt die Alterskontrolle bei Social-Media?

Wenn Kinderschänder Kinder vor TikTok schützen wollen, geht es wahrscheinlich um etwas anderes

von Norbert Häring*

(6. März 2026) Ein Verbot von Social-Media für Kinder und Jugendliche wird weltweit vorangetrieben, angeblich um sie zu schützen. Vorangetrieben wird es von einer globalen «Elite», die jahrzehntelang Jugendliche und Kinder missbraucht und gequält hat und bis heute die Täter schützt. In Wahrheit geht es ihnen um ein Ende der nicht-überwachten Nutzung des Internets.

Nutzen, Freiheit, Selbstverwaltung

Peter Blickle analysiert den Kommunalismus in der Schweiz und in Europa

von Beat Kappeler*

(27. Februar 2026) (CH-S) Der renommierte Journalist Beat Kappeler geht mit Hilfe der Forschungen des Historikers Peter Blickle der Frage nach, was den Sonderfall Schweiz ausmacht. Wie konnte es dazu kommen, dass die Schweizerinnen und Schweizer sich so viele Rechte bewahren konnten und ihr Staatswesen nicht so hierarchisch organisierten wie in Frankreich, Deutschland oder Italien? Wie konnte es kommen, dass die selbständigen und reichen Städte und Kommunen in Europa sich der Zentralmacht unterwarfen?

Eine Reise nach Moskau – im Dienste der Volksdiplomatie

von Anita Meyenberger

(20. Februar 2026) Der Verein Eurasien hatte «aufrechte Schweizer» zur Dialogreise für den Frieden nach Moskau eingeladen, um von Bürgerseite diplomatisch zu wirken. Am 24. Januar trafen sich die Teilnehmer am Flughafen Kloten bei Zürich, um die Reise anzutreten. Tickets von «Turkish Airlines» für den Flug über Istanbul nach Moskau, ein elektronisches Visum für Russland, die Hotel-Reservation und eine Metro-Karte schafften die materiellen Voraussetzungen für die Durchführung der Reise – die Kosten waren es den Teilnehmern wert. Rubel konnten erst in Moskau erworben werden.

Griechenland

«Exodos» – Panhellenische Bewegung gegen den digitalen Totalitarismus

Digitale Personenkennziffer führt zur Zerstörung der Kultur

(6. Februar 2026) (CH-S) In Griechenland hat sich eine Bewegung gegen den «digitalen Totalitarismus» gebildet. «Exodos» [=Ausstieg] wendet sich mit dem Ziel der Wahrung der Menschenwürde gegen die verpflichtende digitale Identität. Die Gründungserklärung, die auch auf Deutsch vorliegt, warnt vor der Gefahr, dass durch die Digitalisierung nicht nur demokratische Grundrechte zerstört werden, sondern auch die Substanz menschlichen Zusammenlebens angegriffen wird.

«Ein nicht-erklärtes Kriegsrecht in der EU»

Bannstrahl gegen kritische Publizisten geht auf Nato zurück

von Norbert Häring,* Deutschland

(30. Januar 2026) (CH-S) Die kaum hörbare Anteilnahme der Schweizer Administration am Schicksal des Schweizer Staatsbürgers Jacques Baud nach der Verhängung von EU-Sanktionen gegen seine Person, die verquere Stellungnahme in der «Allgemeinen Schweizerischen Militärzeitschrift» (ASMZ) zu diesem Fall, und schliesslich auch die Äusserungen von Bundesrat Martin Pfister an der Dreikönigstagung der Schweizer Medien vom 8. Januar zur Meinungsfreiheit, ordnete man anfänglich der EU-Machtzentrale in Brüssel zu.