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Die Redaktion

«Ihr seid uns echt brutal wichtig!»

Drogenprävention mit Herz und Verstand

von Dr. med. Sabine Vuilleumier-Koch*

(17. April 2026) «Endlesslife-Suchtprävention hilft, Abhängigkeiten früh zu verhindern und das körperliche, seelische und soziale Wohlbefinden zu stärken.» Mit diesen Worten bietet der Verein Endlesslife aus St. Gallen an, was gut 120 Jugendliche einer Kantonsschule Ende März erleben durften. Dabei gelang es Thomas Feurer, dem Gründer der Organisation «Endlesslife» (siehe Kasten) und seinem Team, die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler während eines ganzen Morgens – vier Stunden lang – zu fesseln und sie zur aktiven Teilnahme zu motivieren.

Libanon – Israel bombardiert Rettungswagen, Kliniken und Brücken

von Karin Leukefeld*

(17. April 2026) (CH-S) Seit der Veröffentlichung des nachfolgenden Berichts von Karin Leukefeld hat die Intensität der militärischen Übergriffe der israelischen Armee auf die libanesische Bevölkerung von Tag zu Tag noch zugenommen. Allein in der libanesischen Hauptstadt Beirut wurden in der zweiten April-Woche durch massive israelische Bombardierungen Hunderte Zivilisten, namentlich Kinder, Frauen und Betagte zu Opfern.

Ungewissheit in der Golfregion – Zwischen Krieg und Auswegslosigkeit

Wie sich die US-«Verbündeten» in Westasien ins Unglück manövrierten

von Pascal Lottaz,* Japan

(17. April 2026) Am 28. Februar 2026 starteten die Vereinigten Staaten und Israel gemeinsam eine illegale Militäraktion gegen den Iran. Innerhalb weniger Stunden trafen iranische Drohnen und Raketen Manama, Abu Dhabi, Riad sowie Einrichtungen in ganz Kuwait und Katar – obwohl die Golfmonarchien dem Iran keinen Krieg erklärt hatten. Mehrere von ihnen gaben Erklärungen ab, in denen sie zur Zurückhaltung aufriefen. Doch ihre Hauptstädte wurden trotzdem getroffen, und der Grund dafür war nicht schwer zu verstehen: Diese Länder beherbergen die Militärstützpunkte, von denen aus die amerikanischen Streitkräfte die illegalen Angriffe auf den Iran (teilweise) durchführten.

Social Media, junge Mädchen und der Überwachungsstaat

von Anne Burger*

(10 10. April 2026) Jugendschutz oder Anonymität im Netz sind falsche Widersprüche. Man kann sowohl Kinder vor Social Media schützen als auch die Meinungsfreiheit aufrechterhalten. Beides ist wichtig.

Max Petitpierre – Mut, mit den «Bösen» zu verhandeln

von Guy Mettan,* Genf

(10. April 2026) Am Mittwoch, dem 18. März, feierten wir den 80. Jahrestag der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen der Schweiz und Russland (damals Sowjetunion).

Gelinde gesagt waren diese Beziehungen turbulent. Im Jahr 1945, als er gerade als Aussenminister in den Bundesrat eingetreten war, befand sich Max Petitpierre in einer sehr heiklen Lage. Die beiden Hauptsieger des Zweiten Weltkriegs, die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion, nahmen der Schweiz ihre Beziehungen zu Nazideutschland übel. Das Land befand sich in völliger Isolation. Innerhalb von achtzehn Monaten gelang es Max Petitpierre jedoch, die Lage sowohl gegenüber den Amerikanern als auch gegenüber den Sowjets wieder zu normalisieren, trotz seines Anti-Bolschewismus. Mit einem Elan und einer Kühnheit, die unseren politischen Führern heute als Vorbild dienen sollten.

Der Irankrieg im Lichte der Nürnberger Prinzipien

von Alfred de Zayas,* Genève

(3. April 2026) Im Laufe der Jahrhunderte, in denen sich das Völkerrecht entwickelte, bildeten sich der Grundsatz der staatlichen Souveränität und das Verbot der Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten allmählich heraus – vom Westfälischen Frieden von 1648 über den Wiener Kongress 1814–1815, die Gründung des Völkerbundes im Jahr 1919 bis hin zur Verabschiedung der Charta der Vereinten Nationen im Jahr 1945 als eine erste Weltverfassung, die auf die Förderung von Frieden, Entwicklung und Menschenrechten abzielte.